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Mittwoch, den 16.12.2020
Produktrückgewinnungssysteme: GEA VARICOVER® reduziert den Wasserverbrauch nachhaltig und minimiert Produktverluste

Der Wasserverbrauch von Molkereien, Brauereien oder bei der Herstellung von Kosmetikartikeln steht kontinuierlich auf dem Prüfstand. Ein traditionsreiches Verfahren, das so genannte Molchen von produktführenden Rohrleitungen, macht es möglich, bei der Rohrreinigung nachhaltig Wasser zu sparen und Produktverluste bei Flüssigprozessen zu minimieren. Produktrückgewinnungssysteme von GEA sorgen für einen möglichst verschwendungsfreien Rohstoffeinsatz und optimieren gleichzeitig den Wasserverbrauch bei der aufwendigen Rohrreinigung. Dieses Prinzip findet mit dem Fortschreiten der Flüssigprozesstechnologie sukzessiv Eingang in die Welt der Batch-Prozessanlagen. Bei der Verarbeitung von Molkereiprodukten, Getränken, fließfähigen Lebensmitteln oder Pflegeprodukten dient der Molch als hygienisch sauberer Schieber, um wertvolle Produktreste aus zu reinigenden Rohrleitungen auszutreiben. Hochwertiges Produkt bleibt dadurch im Prozess, statt mit dem Abwasser verloren zu gehen. Erhebliche zusätzliche Optimierungspotenziale für eine nachhaltige Anlagentechnik liegen in der fortschreitenden Digitalisierung aller Prozesstechnologien. Wie die meisten Ventilsysteme wird die Molchtechnik schon heute in der Regel über zentral verbundene Steuerköpfe in automatische Prozessabläufe integriert.

Elektronische Steuerköpfe der neuesten Generation ermöglichen eine immer einfachere, fehlerfreie Einrichtung und Bedienung und erweiterte Funktionen zur Prozesssteuerung und -überwachung. Die modernen GEA VARICOVER®-Produktrückgewinnungssysteme erlauben dabei die Überwachung der Molchposition in Echtzeit über Magnetsensoren. Ihre mechanischen und elektronischen Komponenten bilden eine in sich abgestimmte Einheit auf der Grundlage des kombinations- und servicefreundlichen GEA VARIVENT® Baukastensystems.

Eine konsequente Automatisierung, wie sie mit diesen Lösungen möglich wird, vereinfacht das Setup für voll validierbare Prozesse und ermöglicht mit einer modernen IO-Link-Anlagensteuerung beispielsweise die frühzeitige Einbindung in Industrie 4.0 Umgebungen. Die Möglichkeiten reichen bis zu einer Vernetzung mit dem Enterprise-Ressource-Planning-System (ERP) des Unternehmens für eine optimale Ressourcennutzung.

Der Kniff mit dem Schieber
In der Regel durchfließen Verarbeitungsmedien wie Joghurt, Smoothies oder Pflegecremes völlig nach außen abgeschlossene und möglichst totraumfreie Rohrsysteme mit eng getakteten CIP-/SIP-Zyklen (Cleaning In Place/Sterilization In Place), bei denen alle produktberührten Flächen vor der nächsten Produktcharge rückstandslos gereinigt und ggf. sterilisiert werden. Zuerst muss jedoch jedes Mal der größte Teil an noch vorhandenen Produktresten ausgeschoben oder – weniger ressourcenfreundlich – ausgespült werden.

Im Mittelpunkt von Produktrückgewinnungssystemen steht der sogenannte Molch (engl. pig oder scraper), ein beweglicher Pfropfen, dessen Prinzip aus der Überwachungstechnik für Öl- und Gaspipelines entstammt. Der Molch wird dort, ausgestattet mit Sensoren für Kontrollmessungen, durch die Rohrleitung zu dem zu untersuchenden Kontrollabschnitt bewegt. Das passiert durch ein Treibmedium wie Luft, Wasser, Kohlendioxyd oder Stickstoff. Der Molch besteht aus verschiedenen elastischen Kunststoffen, die das Rohr gut abdichten. Dass durch diesen zusätzlichen Schritt sehr viel weniger Spülwasser für die anschließende Reinigung benötigt wird, erweist sich heute als wichtiger Fortschritt für einen ökologisch nachhaltigen Wassereinsatz.

Wie der Produktfluss und die Rohrreinigung soll auch der zwischengeschaltete Molchprozess ohne Eingriff in das geschlossene Leitungssystem ablaufen. Moderne Rückgewinnungssysteme besitzen dafür am Anfang des jeweiligen Rohrabschnitts eine ans Rohr angesetzte, automatisch arbeitende Molchsendestation. Sie nimmt den Molch solange auf, wie Produkt, Spülwasser oder Reinigungsmedien durch die Leitung fließen. Bei den Systemen von GEA ist das zugehörige Molchgehäuse im Durchmesser erweitert und verfügt über besondere Greifer und Federn. Der Molch wird mit einem definierten Bewegungsspielraum kontinuierlich von den fließenden Medien umströmt und bleibt so hygienisch sauber. Kommt der Molch anschließend zum Einsatz, erwartet ihn am Ende des Rohrabschnitts eine Molchfangstation und die Rückführung in die Sendestation. Zwei Ventile regeln jeweils den erforderlichen Zu- und Abfluss des Treibmediums.

Weitere Informationen:
www.gea.com

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Letzte Aktualisierung am 12.04.2021
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